Personalien

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Kardinal Edward Egan, Alterzbischof von New York, hat am Montag das 80. Lebensjahr vollendet. Mit Erreichen dieser Altersgrenze scheidet er aus dem Kreis der Papstwähler aus. Ab Montag sind damit von den 212 Senatoren des Papstes noch 123 zur Abstimmung im Konklave berechtigt. Egan leitete das bedeutendste Bistum der USA, das zu den größten der Welt gehört, von 2000 bis 2009. Ein Schwerpunkt seiner Amtszeit war die Konsolidierung der diözesanen Finanzen. Durch straffe Sparmaßnahmen gelang es ihm, trotz weiterer finanzieller Turbulenzen durch den Missbrauchsskandal eine alte Millionenlücke im Haushalt zu schließen. Kritiker bemängelten Egans Führungsstil als zu reserviert und als autoritär. Sein Nachfolger, Kardinal Timothy Dolan (62), gilt als Hoffnungsträger. Egan, am 2. April 1932 in Oak Park bei Chicago geboren, studierte zunächst in seiner Heimat und an der Gregoriana in Rom Theologie und Kirchenrecht. 1957 wurde Egan zum Priester der Erzdiözese Chicago geweiht; von 1964 bis 1968 war er dort Vizekanzler. Zwischen 1972 und 1985 war er als Richter an der Rota in Rom tätig, bevor ihn Johannes Paul II. zum Weihbischof in New York ernannte. 1985 empfing Egan die Bischofsweihe. Drei Jahre später wurde er Bischof von Bridgeport.

Eine wichtige Anlaufstelle für alle Rom-Pilger deutscher Sprache hat ab Palmsonntag einen neuen Leiter: Hans-Peter Fischer (50), Priester und seit 2010 Rektor des Päpstlichen Kollegs Campo Santo im Vatikan, übernimmt zusätzlich die Leitung des Deutschsprachigen-Pilgerzentrums (Centro Pastorale Pellegrini di Lingua Tedesca) in Rom. Er folgt damit dem süditalienischen Priester Don Antonio Tedesco (71) nach, der das Pilgerbüro in Rom seit 1980 leitete.

Der frühere Regens des Trierer Priesterseminars und jetzige Heilig-Rock-Wallfahrtsleiter Georg Bätzing (50) wird zum 1. November Generalvikar des Bistums Trier. Das gab Diözesanbischof Stephan Ackermann am Freitag in der Moselstadt bekannt. Ein Generalvikar ist der Verwaltungschef eines Bistums und Ständiger Vertreter des Bischofs. Der amtierende Generalvikar Georg Holkenbrink (50) übernimmt als Offizial die Leitung des kirchlichen Gerichts im Bistum. Er löst hier Domkapitular Klaus Peters (70) ab, der Ende Oktober in den Ruhestand geht. Mit Bätzing verbinde ihn eine mehrjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Leitung des Trierer Priesterseminars, sagte Ackermann. Dadurch seien für die „kommende Zusammenarbeit in neuer Form“ gute Grundlagen gelegt. Dem scheidenden Generalvikar Holkenbrink bescheinigte Ackermann einen „herausragenden Einsatz“ in den vergangenen Jahren. Holkenbrink ist seit 2005 Generalvikar. In äußerst bewegten Zeiten habe sich Holkenbrink als ein umsichtiger und kluger Verwaltungschef, immer aber auch als Seelsorger engagiert, sagte Ackermann unter Hinweis auf die Strukturreform und den Kostensenkungsprozess im Bistum sowie auf die Missbrauchsproblematik. Der Bischof hob hervor, wie schon in den letzten Monaten, so werde Holkenbrink auch in seinem neuen Amt als Offizial für die Durchführung der kirchenrechtlichen Voruntersuchung bei Fällen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch verantwortlich sein. Er unterstrich, Holkenbrink sei im Bistum sicher der Kompetenteste für die Aufgabe des Offizials. Holkenbrink war von 1999 bis 2004 Dozent für Kirchenrecht und von 1995 bis 2004 nebenamtlich Diözesanrichter am Offizialat.

Die Caritas im Erzbistum Berlin steht jetzt unter weiblicher Leitung. Am Freitag folgte Ulrike Kostka (40) (Foto: KNA), bislang Leiterin des Präsidenten- und Vorstandsbüros beim Deutschen Caritasverband (DCV), Franz-Heinrich Fischler (65) als Direktorin nach. Fischler wurde nach 19 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Der Wohlfahrtsverband ist in Berlin, Brandenburg und Vorpommern Träger von rund 200 sozialen Einrichtungen, Diensten und Projekten. Er hat 770 hauptamtliche und ungezählte ehrenamtliche Mitarbeiter. Kardinal Rainer Maria Woelki hatte Kostka zu ihrer neuen Aufgabe berufen. Nach seinem Amtsantritt hatte er angekündigt, sich dafür einzusetzen, dass verstärkt Frauen in kirchliche Führungspositionen kommen. Nach Birgit Kugel (Trier) ist Kostka die zweite Frau an der Spitze eines der 27 Diözesancaritasverbände in Deutschland. Beim feierlichen Amtswechsel in Berlin würdigte Woelki sie als „tatkräftige, kompetente und engagierte Frau“. Als Theologin und Gesundheitswissenschaftlerin bringe sie beste Voraussetzungen mit, die Arbeit ihres Vorgängers weiterzuführen.

Stephan Müller (44), Eichstätter Diözesanpriester, wechselt nach Rom. Bischof Gregor Maria Hanke stellte den Dekan von Herrieden für fünf Jahre frei. Müller wird in Rom das internationale Schönstatt-Heiligtum Belmonte leiten, wie das Eichstätter Ordinariat am Sonntag mitteilte. Der Geistliche war von 1994 bis 1997 Bischöflicher Sekretär und anschließend Referent des Bischofs.