Personalien

Karl Hesse, aus Westfalen stammender Erzbischof von Rabaul in Papua-Neuguinea, hat anlässlich seines 75. Geburtstags die Leitung seiner Ortskirche abgegeben. Hesse wird am Montag 75 Jahre alt; Papst Benedikt XVI. nahm nach Angaben des Vatikan das kirchenrechtlich vorgeschriebene Rücktrittsgesuch am Donnerstag an. Zum Nachfolger ernannte der Papst den bisherigen Koadjutor der Erzdiözese Rabaul, den italienischen Salesianer Erzbischof Francesco Panfilo (68). Der in Vosswinkel im Sauerland geborene Herz-Jesu-Missionar ist seit 1966 in der Südsee tätig. Im Erzbistum Rabaul, dessen Gebiet bis zum Ersten Weltkrieg deutsche Kolonie war, leben 130 000 Katholiken in 29 Pfarreien. Mit seinem Heimat-Erzbistum Paderborn ist Hesse nach wie vor eng verbunden. So besucht er regelmäßig das Patronatsfest in der ostwestfälischen Bischofsstadt. Hesse wurde am 15. August 1936 in Vosswinkel geboren und 1963 im sauerländischen Oeventrop zum Priester geweiht. Zunächst war er Leiter eines Internats des Ordens in Münster-Hiltrup. 1966 wurde er als Missionar ins Erzbistum Rabaul geschickt, wo er in Raunsepna in den Baininger Bergen wirkte. 1978 ernannte ihn Papst Paul VI. zum Weihbischof in Rabaul, 1980 wurde Hesse Bischof von Kavieng auf der Insel Neuirland. Zehn Jahre später übernahm er das Amt des Erzbischofs von Rabaul. Von 2002 bis 2005 war er Präsident der Katholischen Bischofskonferenzen in Ozeanien. Königin Elisabeth II., die Staatsoberhaupt von Papua-Neuguinea ist, verlieh dem Geistlichen 2002 den „Order of the British Empire“.