Personalien - 23.05.2014

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, Präfekt der vatikanischen Glaubenskongregation, ist von Papst Franziskus in weitere Kurienbehörden berufen worden. Wie der Vatikan am Donnerstag mitteilte, gehört er den Kongregationen für die Ostkirchen, für die Orden und für das katholische Bildungswesen an. Außerdem zählt Müller zum päpstlichen Einheitsrat und zum Kulturrat. Der Vatikan hatte an Donnerstag die Zuweisung der am 22. Februar neu kreierten Kardinäle in die Vatikanbehörden mitgeteilt. Die Kurienkardinäle sind stets auch Mitglieder in mehreren anderen römischen Ministerien.

Markus Graulich (49), Salesianerpater aus dem hessischen Hadamar und bislang Richter am vatikanischen Ehegericht, wird Untersekretär im vatikanischen Justizministerium. Die Ernennung durch Papst Franziskus wurde am Donnerstag mitgeteilt. Graulich wird damit „dritter Mann“ in dem vom italienischen Kurienkardinal Francesco Coccopalmerio geleiteten Päpstlichen Rat für die Interpretation von Gesetzestexten. Als Untersekretär gehört Graulich zur Leitung der Kurienbehörde. Graulich empfing 1994 die Priesterweihe und war danach zwei Jahre als Kaplan und Lehrer in Essen tätig. Anschließend ging er für weiterführende kirchenrechtliche Studien nach Rom, wo er seit 1999 an der Hochschule seines Ordens lehrt. 2004 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die theologischen Grundlagen des Kirchenrechts. Ende 2011 wurde Graulich Richter am vatikanischen Ehegericht, der sogenannten Römischen Rota. Zuvor war er zwei Jahre lang Stellvertretender Kirchenanwalt am Obersten Kirchengericht, der sogenannten Apostolischen Signatur. Lesern der „Tagespost“ ist Graulich auch durch seine mehrteilige Serie „Das Ehesakrament im Horizont des Glaubens“ bekannt.