Patriarch ermutigt christliche Flüchtlinge

Frankfurt (DT/KNA) Während seines Deutschlandbesuches hat der melkitische Patriarch Gregoire III. Laham aus Syrien am Sonntag in Frankfurt einen Gottesdienst gefeiert. Daran nahmen gut 80 Personen teil, darunter auch mehrere syrische Flüchtlinge. Für sie sei der Patriarch wie eine „Brücke zur verlorenen Heimat“ gewesen, sagte Brigitta Sassin von der katholischen Stadtkirche Frankfurt. In seiner Predigt ermutigte Gregoire III. die christlichen Syrer, auch in Deutschland ihren Glauben in Treue zu leben. Das Leben in Deutschland könne zunächst schwierig sein, so der Patriarch, weil die Christen in den Asylunterkünften eine kleine Minderheit unter vielen Muslimen seien. Belastend sei auch, wenn Familien durch die Flucht auseinandergerissen würden. Der Patriarch versprach, dass die melkitische Kirche die Menschen auch in Deutschland nicht allein lassen werde. In den nächsten Monaten sollten Treffpunkte für die Gläubigen aufgebaut werden. Der Patriarch rief die anwesenden Flüchtlinge auf, sich in Deutschland gut zu integrieren. Dann könne Deutschland ihnen eine neue Heimat werden. Gregoire III. ist Patriarch von Antiochien und dem Ganzen Orient, von Alexandrien und von Jerusalem.