Papstbesuch in Israel nach Schema von 2008?

Rom (DT/KNA) Das Programm der geplanten Heilig-Land-Reise von Papst Benedikt XVI. soll dem Vernehmen nach weitgehend dem seines Vorgängers Johannes Paul II. aus dem Jahr 2000 entsprechen. Allerdings dürfte sie noch stärker als persönliche Pilgerfahrt und weniger als Friedensmission zur Beilegung des Nahost-Konfliktes geplant werden, schreibt die Tageszeitung „Il Foglio“ (Dienstag). Demnach könnte sich Benedikt XVI. ab 8. Mai zunächst drei Tage in Jordanien aufhalten, den Moses-Berg Nebo besuchen, eine Messe mit den dortigen Katholiken feiern und sich zum christlich-islamischen Dialog äußern. In den vier folgenden Tagen dürfte neben Besuchen und Gottesdiensten in Jerusalem, am See Genezareth und in Nazareth auch eine Etappe im palästinensischen Bethlehem auf dem Programm stehen. Dabei sollen, so „Il Foglio“, eine Begegnung mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, nicht aber Treffen mit Repräsentanten der Hamas vorgesehen sein. Johannes Paul II. hatte vom 20. bis 26. März 2000 Jordanien, Israel und die Palästinenser-Gebiete besucht. Zuvor war Paul VI. – auf der ersten Auslandsreise eines Papstes der Neuzeit – vom 4. bis 6. Januar 1964 in der Heimatregion Jesu.