Papst: Katholiken müssen mit Orthodoxie kooperieren

Vatikanstadt (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat die katholischen Bischöfe Russlands zur Zusammenarbeit mit der Orthodoxie aufgerufen – auf institutioneller wie auf persönlicher Ebene. „Es ist wichtig, dass die Christen geeint auf die großen kulturellen und ethischen Herausforderungen reagieren“, sagte das Kirchenoberhaupt am Donnerstag beim Ad-limina-Besuch der Kirchenführer Russlands. Dieser gemeinsame Einsatz sei besonders für die Menschenwürde und Menschenrechte notwendig, für den Schutz des Lebens in allen Phasen, für die Verteidigung der Familie und bei den drängenden wirtschaftlichen und sozialen Problemen. In dem dringend notwendigen Dialog mit „unseren orthodoxen Brüdern und Schwestern“ gebe es trotz mancher Fortschritte „noch einige Schwierigkeiten“, räumte der Papst ein. „Ihr lebt in einer besonderen kirchlichen Situation, in einem Land mit einer Mehrheit, die von einer 1000-jährigen orthodoxen Tradition mit einem reichen religiösen und kulturellen Erbe geprägt ist“, sagte der Papst. Dem müsse man im Dialog Rechnung tragen. Erneut richtete Benedikt XVI. besondere Glück- und Segenswünsche an den neuen Moskauer Patriarchen Kyrill. Er hoffe auf Gottes Hilfe „für alle beim gemeinsamen Weg der Wiederversöhnung“.