Papst Franziskus richtet Grußwort an Waldenser

Rom (DT/KNA) Papst Franziskus hat ein Grußwort an die Synode der Waldenser gesandt. In dem Brief richtet er an die Delegierten und alle Angehörigen der protestantischen Gemeinschaft einen „brüderlichen Gruß“ und versichert sie seiner „spirituellen Nähe“, wie die italienische Tageszeitung „La Stampa“ (Montag) berichtete. Außerdem hebt der Papst die tiefe Religiosität der Waldenser hervor. In seinem Pontifikat wolle er den Dialog mit ihnen ebenso wie mit den Pfingstkirchen und Juden voranbringen, bekräftigte Franziskus in dem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Schreiben. Die gut 180 Delegierten tagen seit Sonntag im norditalienischen Torre Pellice. Es ist das erste Mal, dass ein Papst Grüße an eine waldensische Synode richtet. Der Moderator der Synode, Eugenio Bernardini, sagte der Zeitung, das päpstliche Schreiben sei zwar noch keine Revolution, aber ein Zeichen des Respekts. Die im zwölften Jahrhundert vom Lyoner Kaufmann Petrus Valdes gegründete Glaubensgemeinschaft wurde über Jahrhunderte unterdrückt und ihre Mitglieder von der katholischen Kirche als Ketzer verfolgt. Nach eigenen Angaben zählt sie heute mehr als 100 000 Mitglieder, viele davon in Italien.