Orden formuliert sein Missionsverständnis neu

Ottilien (DT/KNA) Die weltweit tätigen Missionsbenediktiner haben auf ihrem jüngsten Generalkapitel die fast vierzig Jahre alte Formulierung ihres Missionsverständnisses neu gefasst. Das teilte Abtpräses Jeremias Schröder am Freitag im oberbayerischen Sankt Ottilien mit. Dabei sei es gelungen, nichts vom „alten Missionsgeist“ verloren gehen zu lassen und zugleich die neueren Anliegen wie Neuevangelisierung, Dialog der Religionen und Bewahrung der Schöpfung zu betonen. Beschlossen wurde auf dem Kapitel auch, eine Klostergründung in Ägypten und ein Klosternetzwerk zur Flüchtlingsarbeit in Afrika aufzubauen. Ein weiteres Thema, die Häufigkeit der Messfeier, habe das „Innerste unseres Klosterlebens“ berührt, führte der Abtpräses weiter aus. Einige jüngere Mitbrüder aus Europa und den Vereinigten Staaten hätten die Frage gestellt, wie etwas, was jeden Tag stattfinde, zugleich großer Höhepunkt sein könne. Zur Zeit des heiligen Benedikt (480–547) sei die tägliche Messfeier noch nicht üblich gewesen, stattdessen habe das Psalmengebet den Alltag der Mönche geprägt. In den kommenden zwei Jahren solle darüber in allen Klöstern der Missionsbenediktiner nachgedacht werden.