Ökumene: Woelki sieht keine Fortschritte

Freiburg (DT/KNA) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat eine kritische Bilanz der Ökumene im Reformationsjahr 2017 gezogen. Bei aller Freude über „gegenseitige Wertschätzung, über theologische Konvergenzen und gemeinsam getragene Projekte der Caritas, Diakonie und Bildungsarbeit“ gebe es aktuell viele „Anfragen und Sorgen“, schreibt Woelki in der in Freiburg erscheinenden „Herder Korrespondenz“. So beobachte er zunehmende Meinungsverschiedenheiten in moral- und sozialethischen Fragen, etwa bei katholischen und evangelischen Haltungen zum Embryonenschutz, zur Ehe für Alle, zu Abtreibung oder Sterbehilfe. Auch das Ziel einer gegenseitigen Teilnahme an Eucharistie beziehungsweise Abendmahl ist für ihn nicht näher gerückt. Eine Konfession könne die andere nicht einladen, solange es kein gemeinsames Christusbekenntnis gebe.