Öffnung der Vatikan-Archive über Pius XII. nicht vor 2014

Vatikanstadt (DT/KNA) Die Öffnung der vatikanischen Geheimarchive über das Pontifikat von Pius XII. (1939–58) ist nach Worten von Vatikansprecher Federico Lombardi frühestens in sechs bis sieben Jahren zu erwarten. Es handele sich um mindestens sechzehn Millionen Blätter in 15 430 Ordnern und 2 500 Faszikeln. Sie seien zu ordnen, archivarisch zu erfassen und zu katalogisieren. Es wäre unrealistisch, eine Öffnung der Archive für Wissenschaftler zu einem früheren Zeitpunkt zu erwarten, sagte Lombardi. Derzeit arbeite das vatikanische Archiv an der Erfassung von drei Archiv-Gruppen mit je eigenen Problemen, so der Vatikansprecher: den Archiven der Nuntiaturen und Päpstlichen Vertretungen, dem Archiv des Staatssekretariats sowie denen der vatikanischen Kongregationen und anderen Büros. Das Erfassen, Stempeln und Nummerieren der Dokumente sowie das Reparieren beschädigter Seiten sei eine zeitaufwendige Arbeit, so der Sprecher. Erst nach Abschluss dieser Vorarbeiten sei das Archiv für Forschungszwecke zu nutzen.