Nardini als Lehrer für Neuanfang gewürdigt

Speyer (DT/KNA) Als Lehrer für einen umfassenden kirchlichen Neuanfang hat der frühere Speyerer Bischof Anton Schlembach den seligen Paul Josef Nardini gewürdigt. Christen heutzutage könnten von Nardini lernen, dass gleichzeitig ein religiöser, moralischer und sozialer Aufbruch gefordert sei. Schlembach äußerte sich am Sonntag in einem Festgottesdienst, der aus Anlass des Todestages Nardinis vor 150 Jahren im Speyerer Dom stattfand. Der Pfälzer Priester und Ordensgründer Nardini wurde 2006 seliggesprochen; Schlembach hatte das kirchliche Verfahren dazu auf den Weg gebracht. Nardini bleibe eine augenöffnende Inspiration für den anstehenden kirchlichen Aufbruch, so Schlembach. Er räumte ein, heute ließen sich nicht alle Maßnahmen des Seligen eins zu eins übernehmen. Außerdem müsse nach seinem Beispiel auch Neues gewagt werden. Der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, der den Gottesdienst leitete, dankte Schlembach für den Einsatz zur Seligsprechung Nardinis. Der Selige sei „ein Vorbild als Priester und Seelsorger, als Christ und Mensch“.