Multiplikator für die Neuevangelisierung

Augsburg: Florian Wörner hat am Samstag die Bischofsweihe erhalten

Weihbischof Florian Wörner (vorne) und Bischof Konrad Zdarsa. Foto: Pressestelle Bistum Augsburg
Weihbischof Florian Wörner (vorne) und Bischof Konrad Zdarsa. Foto: Pressestelle Bistum Augsburg

Augsburg (KNA) Florian Wörner (42), Augsburger Diözesanjugendseelsorger, ist am Samstag zum Weihbischof im Bistum Augsburg geweiht worden. Damit ist er jüngstes Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz. Der gebürtige Oberbayer leitet seit 1. Mai das neue diözesane „Institut für Neuevangelisierung und Gemeindepastoral“. Diese Aufgabe will er fortführen. Als Weihbischof folgt Wörner auf Josef Grünwald (75), der im Oktober 2011 emeritiert wurde. An der Messe nahmen unter anderen auch der Münchner Kardinal Reinhard Marx sowie die früheren Augsburger Diözesanbischöfe Viktor Josef Dammertz und Walter Mixa teil.

In seiner Predigt rief der Augsburger Diözesanbischof Konrad Zdarsa den neuen Weihbischof auf, besondere Verantwortung für die Förderung der Neuevangelisierung zu tragen. Ein Bischof sei aus den Menschen für die Menschen erwählt, nicht zu seiner persönlichen Ehre, auch nicht zu herrschen, sondern zu dienen. Die Weihbischöfe seien die Helfer der Bischöfe, erinnerte Zdarsa. Wie diese repräsentierten sie Jesus Christus durch die Fülle des Weihesakramentes. Dabei gelte es, sich am wahren Hirten Jesus Christus zu orientieren.

Wörtlich sagte Bischof Zdarsa: „Wenn aber schon den Propheten des Alten Bundes Furcht und Angst befällt ob der Aufgaben vor die er gestellt ist, um wie viel mehr müsste dann denen bange sein, denen durch Handauflegung übertragen worden ist, das Bild des guten Hirten, ja, seine Person zu repräsentieren und nach seiner Art zu handeln? Müsste uns nicht noch viel mehr bange sein, diesem Anspruch jemals auch nur annähernd zu genügen? Die meisten von uns kennen ja das Wort des heiligen Augustinus, mit dem er sich in seinem eigenen Hirtenamt zu trösten sucht: ,Wo mich schreckt, was ich für euch bin, dort tröstet mich, was ich mit euch bin. Für euch bin ich nämlich Bischof, mit euch bin ich Christ. Jenes ist der Name des empfangenen Amtes, dieses der Gnade, jenes der Gefahr, dieses des Heils.‘“ Der neue Weihbischof sagte in seinen Dankesworten im voll besetzten Dom, er habe sich, als das aufgeschlagene Evangeliar über seinen Kopf gehalten worden sei, „gut behütet“ gefühlt. „Eine bessere Kopfbedeckung als das Wort Gottes kann man sich nicht mehr denken.“ Wörners bischöflicher Wahlspruch lautet „Gottes Kraft und Gottes Weisheit“, eine Stelle aus dem Ersten Korintherbrief des Apostels Paulus. Als Titularbistum erhielt er den im heutigen Tunesien gelegenen alten Bischofssitz Gerpiniana.