München legt erstmals Milliardenvermögen offen

München (DT/KNA) Das Erzbistum München und Freising hat am Montag erstmals umfassend Auskunft über seine Finanzsituation gegeben. Demnach belief sich das Vermögen seiner sechs größten Rechtsträger Ende 2015 auf gut 5, 52 Milliarden Euro. Das ist die höchste Summe, die ein deutsches Bistum bisher veröffentlicht hat. Das Erzbistum Köln hat ein Vermögen von 3, 42 Milliarden Euro (2014) ausgewiesen, die Erzdiözese Paderborn eines von gut vier Milliarden Euro, wobei der Erzbischöfliche Stuhl und das Domkapitel noch nicht erfasst sind. Für die Erzdiözese München und Freising, den Erzbischöflichen Stuhl, die drei wichtigsten Stiftungen des Erzbistums sowie den Pensionsfonds für die Geistlichen liegen nun getrennte und von unabhängigen Wirtschaftsprüfern testierte Bilanzen vor. Sie entsprechen nach den Worten von Generalvikar Peter Beer zum ersten Mal den Vorgaben des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften. Noch keine Angaben gibt es zum Vermögen des Metropolitankapitels sowie einigen weiteren kleineren Stiftungen. Große Teile des freien Vermögens des Erzbistums wurden laut Beer im vergangenen Jahr umgeschichtet und damit dem Zugriff der Bistumsleitung entzogen.