„Moon-Bewegung“ in Österreich anerkannt

Wien (DT/KAP/sb) Die „Vereinigungskirche“, der innere Kern der „Moon-Bewegung“, ist in Österreich ab sofort als „staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft“ registriert. Das bestätigte Oliver Henhapel, Leiter des im Bundeskanzleramt angesiedelten Kultusamtes, am Dienstag auf Anfrage von „Kathpress“. Der mit der Eintragung verbundene Erwerb der Rechtspersönlichkeit ist eine Vorstufe zur vollen gesetzlichen Anerkennung als Kirche oder Religionsgesellschaft. Mit der „Vereinigungskirche“ gibt es hierzulande nun acht eingetragene Bekenntnisgemeinschaften. Die in Südkorea gegründete religiöse Bewegung ist seit 1965 in Österreich aktiv und hat derzeit nach eigenen Angaben rund 700 Mitglieder. Zu den Kriterien für eine religiöse Bekenntnisgemeinschaft zählen unter anderem eine Mindestmitgliederzahl von 300 Personen sowie Statuten mit einer Darstellung der Religionslehre. Den Antrag zum Erwerb des Status hatte die Bewegung im August 2014 beim Kultusamt gestellt. Ein katholischer Sektenexperte meinte im Gespräch mit der „Tagespost“, die Anerkennung hätte nach geltender Gesetzeslage unter Berufung auf die „Verletzung der psychischen Integrität“ insbesondere von Minderjährigen in diesem Fall leicht verweigert werden können. Auch mit einer Anerkennung von Scientology in Österreich rechnet der Sektenfachmann wegen der „Anwendung psychotherapeutischer Methoden“ nicht.