Meisner: Öffnung der Pauluskirche wäre Signal

Köln (DT/KNA) Kölns Kardinal Joachim Meisner hat Meldungen über eine mögliche Freigabe der Pauluskirche im türkischen Tarsus als christliches Gotteshaus als „Silberstreif am Horizont“ bezeichnet. „Es wäre ein Signal für die ganze Welt“, erklärte er am Freitag in Köln. Das Eintreten des Chefs der türkischen Religionsbehörde, Ali Bardakoglu, gebe neue Hoffnung. Er sei zwar schon mehrfach durch Versprechungen hoher türkischer Autoritäten mit Hoffnung erfüllt worden, die sich dann als trügerisch erwiesen hätten, so Meisner. Gleichwohl bleibe er bei dem urchristlichen Grundsatz „gegen die Hoffnung zu hoffen“. Bardakoglu hatte in einem Interview erklärt, er halte es für richtiger, wenn die Pauluskirche als Kirche statt als Museum genutzt werde. Zusammen mit dem im Juni ermordeten Vorsitzenden der Türkischen Bischofskonferenz, Luigi Padovese, habe er sich über Jahre bemüht, das Gotteshaus zurückzugewinnen, betonte der Kardinal. Wenn sich das erfülle, würde damit ein „Zeichen auch an unsere Gesellschaft in Deutschland gesendet“. Hierzulande werde den türkischstämmigen Muslimen immer wieder nahegelegt, sich für Religionsfreiheit in der Türkei einzusetzen.