Meisner: Mitgefühl mit Loveparade-Trauernden

Köln (DT/KAP) Der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner ist bestürzt über die Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg. Er fühle mit den trauernden Familien und Freunden, sagte er am Montag nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub in Köln. Was als unbeschwertes Vergnügen junger Menschen gedacht gewesen sei, habe mit einem schrecklichen Unglück geendet. Er werde die Verstorbenen, die Verletzten und ihre Angehörigen in seine Gebete einschließen. Nach der Katastrophe waren gut 50 evangelische Notfallseelsorger im Einsatz. Nach Angaben des Pressesprechers der Evangelischen Kirche im Rheinland, Jens Peter Iven, habe es sich um einen der größten Einsätze der Notfallseelsorge in Deutschland gehandelt. Der Landespfarrer für Notfallseelsorge, Joachim Müller-Lange, übte Kritik an den Veranstaltern. Die Betreuung habe unter Dauerbeschallung von Techno-Musik erfolgen müssen. „Wir hätten uns gewünscht, dass es auf dem Fest eine vernünftige Ansage über die Katastrophe gegeben hätte“, so der Seelsorger.