Mehr als 60 Priesterweihen in Slowakei und Tschechien

In der Slowakei und in Tschechien werden in diesen Wochen mehr als 60 katholische Priester neu geweiht.

Priesterweihe
Papst Franziskus weiht 19 Männer zu Priestern, während eines Gottesdienstes im Petersdom am 26. April 2015. Foto: Cristian Gennari (KNA)

Allein in der Slowakei werden im Juni 51 römisch-katholische und griechisch-katholische Kandidaten geweiht. Die Tschechische Bischofskonferenz verzeichnet für die Tage rund um den traditionellen Weihetermin zum Apostelfest "Peter und Paul" (29. Juni) landesweit 13 Weihen.

In der Slowakei führt die Bischofskonferenz 22 Priesterweihen im römischen Ritus an, die meisten davon in der Erzdiözese Kosice (Kaschau, 6) und in den Diözesen Nitra und Banska Bystrica (je 5). Hinzu kommen 12 Priesterweihen slowakischer Ordensmänner. Für die mit Rom verbundene griechisch-katholische Kirche werden 17 Weihekandidaten angezeigt.

Im Vergleich überragt die griechisch-katholische Kirche in der Slowakei mit 17 Priesterweihen bei insgesamt 207.000 Gläubigen (gemäß der Volkszählung von 2011) die römisch-katholische mit 34 Priesterweihen bei 3,35 Millionen Gläubigen bei weitem. Als Gründe dafür werden die dörfliche Struktur und die große Arbeitslosigkeit im ostslowakischen Kernland der griechisch-katholischen Kirche und ihre tiefe Verwurzelung in der Bevölkerung angeführt. Zudem wird auf die Wiedergeburt der Kirche nach Verbot und Verfolgung zur Zeit des Kommunismus sowie auf das Fehlen des Pflichtzölibats hingewiesen. Gerade in den Familien der griechisch-katholischen Priester wachsen neue Berufungen heran.

In Tschechien listet das Pressezentrum der Bischofskonferenz für den Juni-Termin 13 Priesterweihen auf. Davon finden drei in der böhmischen Kirchenprovinz Prag statt, die übrigen in der weniger entkirchlichten mährisch-schlesischen Kirchenprovinz Olomouc (Olmütz).

KAP/KNA/DT (jbj)