Mehr als 1 000 Missionare seit 1980 getötet

Vatikanstadt (KNA) Seit 1980 sind weltweit mehr als 1 000 katholische Missionare und Kirchenmitarbeiter wegen ihres Glaubens getötet worden. Das teilte am Montag der vatikanische Pressedienst Fides mit. Anlass ist der Gedenktag der Jugendbewegung der Päpstlichen Missionswerke in Italien für diese Opfer. Er wird seit 1993 stets am 24. März begangen, dem Jahrestag des Mordes an Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von San Salvador (24. März 1980). Insgesamt kamen zwischen 1980 und 2014 laut Fides 1 062 Missionare gewaltsam ums Leben. Laut den Statistiken wurden in den 1980er Jahren 115 Missionare ermordet; in den 1990er Jahren inklusive dem Jahr 2000 gab es 604 Opfer, davon allein 248 während des Völkermords in Ruanda 1994. Von 2001 bis 2014 wurden demnach 343 Missionare ermordet, davon 26 im abgelaufenen Jahr: 17 Priester, 1 Ordensmann, 6 Ordensfrauen sowie ein Laie. Darüber hinaus verweist Fides auf weitere, noch unbestätigte Fälle.