Massenaustritt aus finnischer Kirche

Helsinki (DT/KNA) Nach einer umstrittenen Aussage des Oberhaupts der lutherischen Kirche von Finnland zur Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen sind binnen weniger Tage gut zwanzigtausend Menschen aus der Kirche ausgetreten. Das geht aus einer auf der Internetseite www.eroakirkosta.fi veröffentlichten Statistik hervor. Erzbischof Kari Mäkinen hatte Ende November den Beschluss des finnischen Parlaments begrüßt, homosexuellen Paaren die Eheschließung zu gestatten. Er wisse, was dieser Tag für die Homosexuellen bedeute, hatte Mäkinen auf Facebook geschrieben. „Ich freue mich mit ganzem Herzen für sie und mit ihnen.“ Zugleich dankte er den Initiatoren des Gesetzentwurfs und den Abgeordneten, die für ihn stimmten. In Finnland können die Gläubigen ihren Kirchenaustritt via Internet erklären. Normalerweise treten am Tag zwischen 150 und 200 Mitglieder aus der Kirche aus. Für die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen hatten am 27. November 105 Abgeordnete, 92 dagegen gestimmt. Das Parlament nahm damit den Vorschlag einer Bürgerinitiative an.