Lourdes: Heilung einer Gelähmten anerkannt

Lourdes (DT/KNA) Neues Wunder für Lourdes: Die unerklärliche Heilung einer gelähmten Frau nach einem Besuch der französischen Wallfahrtsstätte im Jahr 1965 ist offiziell als Wunder von der katholischen Kirche anerkannt worden. Wie französische Medien (Freitag) berichten, bestätigte der italienische Bischof Alceste Catella aus der Diözese Monferrato die Heilung offiziell als Wunder. Bei der Gelähmten handelt es sich um die Salesianerin Luigina Traverso, die aus der Diözese Monferrato stammt. Die 1934 geborene Ordensfrau litt seit 1962 unter schweren Schmerzen und Lähmungserscheinungen im linken Bein. Medizinische Eingriffe bis hin zu Wirbelsäulenoperationen waren den Angaben zufolge wirkungslos geblieben. Auf einer Trage hatte die Ordensfrau 1965 an einer Lourdes-Wallfahrt teilgenommen und dort laut Berichten eine Spontanheilung erfahren. Das internationale Ärztekomitee von Lourdes hatte die Heilung im November 2011 als unerklärlich eingestuft. Lourdes ist einer der berühmtesten Wallfahrtsorte der Welt. In dem südfranzösischen Städtchen soll 1858 dem damals 14-jährigen Hirtenmädchen Bernadette Soubirous 18 Mal Maria erschienen sein. Nach den Berichten des Mädchens wies sie die als „weiße Dame“ auftretende Gottesmutter an, Wasser aus einer Quelle zu trinken, Buße zu tun und „den Priestern zu sagen, hier eine Kapelle zu bauen und dass man hierher in Prozessionen kommen solle“. 1862 wurden die Erscheinungen vom Ortsbischof, 1891 von Papst Leo XIII. anerkannt. Jahr für Jahr reisen mehrere Millionen Pilger, darunter auch Zehntausende Kranke und Behinderte, nach Lourdes. Immer wieder kommt es zu unerklärlich anmutenden Heilungen, die durch ein internationales Ärztekomitee geprüft werden. 30 000 Heilungen soll es bislang gegeben haben; 6 000 sind dokumentiert, 2 000 gelten als „medizinisch unerklärlich“. Die Zahl der kirchlich anerkannten Wunderheilungen liegt nun bei 68. Dem sogenannten Lourdes-Wasser aus einer Quelle nahe der Mariengrotte werden heilende Kräfte zugeschrieben.