Kurz gefasst

Zum letzten Mal im alten Licht ist der Hildesheimer Dom an diesem Wochenende zu sehen. Der Domchor sowie die Mädchen- und Jungenchöre der Bischofskirche eröffnen die Feierlichkeiten am 9. Januar, um 17 Uhr mit einem geistlichen Konzert. Werke von Charles-Marie Widor und Josef Gabriel Rheinberger stehen auf dem Konzertprogramm. Zu hören ist die Messe op. 36 für zwei Chöre und zwei Orgeln, die Widor im Jahr 1890 geschrieben hat. Hauptwerk des Abends ist das romantische Oratorium „Der Stern von Bethlehem“ von Josef Gabriel Rheinberger für Sopran- und Baritonsolo, großes Orchester und Chor. Der Eintritt zum Konzert ist frei, es wird um eine Spende gebeten. Nach dem Konzert beginnt ab etwa 19.30 Uhr eine „Lange Nacht im Dom“. Das Domkapitel führt durch die Bischofskirche, der Kreuzgang ist bunt beleuchtet und die Ausstellung „Der Albani-Psalter. Gottesfurcht & Leidenschaft“ kann im Dom-Museum besichtigt werden. Ausgestellt ist auch das Architekturmodell, das die geplanten Sanierungsarbeiten zeigt. Kompetente Führer werden die Pläne erläutern. Der Abend endet um 22 Uhr mit einer Komplet im Dom. Der letzte Gottesdienst im Dom mit Bischof Norbert Trelle beginnt am 10. Januar, um 10 Uhr. Ab 12.30 Uhr bietet das Bistum einen kleinen Imbiss an und die Domkapitulare führen ein letztes Mal durch die Kirche. Um 14.30 Uhr sind noch einmal die Domglocken in einem einzigartigen Glockenkonzert zu hören. Bischof Norbert Trelle und Weihbischof Hans-Georg Koitz, der zugleich Domdechant ist, werden danach gemeinsam die Bernwardtüren schließen und damit symbolisch die Bischofskirche für viereinhalb Jahre sperren. Während dieser Zeit wird die nahegelegene Basilika St. Godehard Bischofskirche – wie schon einmal nach der Zerstörung des Doms bis zu seiner Wiederweihe im Jahre 1960. Während der Sanierungsarbeiten bleibt der Zugang zum Domkreuzgang mit seinem berühmten tausendjährigen Rosenstock offen. Wenn alles läuft wie geplant, kann der Hildesheimer Dom zu seinem Patrozinium am 15. August 2014 – dem Fest Mariä Himmelfahrt – wieder eröffnet werden. Michael Lukas