Kopten in Deutschland gedenken Terroropfern

Höxter (DT/KNA) Mit einem Gottesdienst haben Kopten in Deutschland der Opfer des Terroranschlags von Kairo gedacht. „Diese Gräueltat passt nicht zu der ruhmvollen Geschichte des Landes Ägyptens“, sagte der koptisch-orthodoxe Bischof Anba Damian am Sonntag bei einem Gottesdienst in Höxter. „Für uns ist dies noch immer unfassbar.“ Bei einem Selbstmordanschlag am 11. Dezember in der an die Markus-Kathedrale angrenzenden Kapelle Sankt Peter und Paul waren nach Kirchenangaben mindestens 27 Menschen getötet worden. Zu dem Attentat unmittelbar neben dem Amtssitz des Koptenpapstes Tawadros II. hat sich die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) bekannt. Damian, der im westfälischen Höxter residiert und Sprecher für die nach eigenen Angaben rund 12 000 Kopten in Deutschland ist, rief zum Gebet für „unsere Mutterkirche“ auf. Die Trauer in den koptischen Gemeinden in Deutschland sei groß. Der Bischof verurteilte den Terrorismus: „Es ist nichts anderes als eine absurde Lehre, die leicht beeinflussbare und fanatische Menschen bewegt, unsere Welt zu zerstören.“ Die Kopten, die zu den sogenannten altorientalischen Kirchen gehören, sind mit schätzungsweise sieben bis zehn Millionen Mitgliedern die größte christliche Gemeinschaft unter den gut 94, 5 Millionen Einwohnern in Ägypten. Etwa eine weitere halbe Million Kopten lebt in anderen Ländern.