Kongo: Bischöfe beklagen Diffamierung der katholischen Kirche

Im Vorfeld der Parlamentswahlen, die kommenden Dezember stattfinden, beklagen die kongolesischen Bischöfe ein feindselige Haltung gegenüber der Kirche.

Kirche im Kongo
Die katholische Kirche der Gemeinde Kabare im Osten des Kongo ist in einer alten Lagerhalle untergebracht. Foto: Harald Oppitz (KNA)

Die katholischen Bischöfe der Demokratischen Republik Kongo verurteilen die "Kampagne der Diskreditierung und Diffamierung der katholischen Kirche und ihrer Bischöfe" Die Kongolesische Bischofskonferenz (CENCO) äußerte sich dazu in einer Stellungnahme, die am Ende der außerordentlichen Vollversammlung (15. bis 17. Februar) in Kinshasa veröffentlicht wurde. Die Bischöfe der Demokratischen Republik Kongo betonen, sie seien "zutiefst besorgt über die sehr ernst zu nehmende feindselige Haltung", im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am kommenden 23. Dezember. In ihrer Erklärung erinnern die Bischöfe an die "blutige Unterdrückung" der friedlichen Demonstrationen vom 31. Dezember 2017 und 21. Januar 2018, die vom Komitee der Katholischen Laien (CLC) organisiert worden waren. "Warum so viele Tote, Verletzte, Verhaftungen, Entführungen, Angriffe auf Pfarreien und kirchliche Gemeinschaften, Erniedrigung, Folter, Einschüchterung, Entweihung von Kirchen und Verbote zu beten?", fragen die Bischöfe, die daran erinnern, dass die Demonstranten im Rahmen ihrer friedlich Kundgebung nur die Umsetzung der Vereinbarung vom 31. Dezember 2016 forderten, die von der CENCO vermittelt worden waren.

„Die nationale und internationale Gemeinschaft ist Zeuge einer Reihe von Hass -, Diffamierungs - und Verleumdungskampagnen, die darauf abzielen, die moralische Stärke der Kirche, insbesondere von Kardinal Laurent Monsengwo, zu schwächen und die die Aufmerksamkeit der Bevölkerung von realen Problemen abzulenken", heißt es in der Erklärung.

Auch die zunehmende Unsicherheit in verschiedenen Provinzen bereitet den Bischöfen Sorge: "In Kasai, in Nord- und Süd-Kivu und in Ituri lässt die Präsenz von Kämpfern, die Tod und Verwüstung verbreiten, an eine Belagerungs- und Balkanisierungsstrategie denken". In diesem Stadium des Wahlprozesses habe man das Recht zu fragen, wer von der Destabilisierung des Landes profitiere, so die Bischöfe weiter. "Zehn Monate vor der Wahl appellieren wir deshalb ein weiteres Mal an das Verantwortungsbewusstsein der Personen und Institutionen, die für die Vorbereitung und Organisation der Wahlen zuständig sind“, so die Bischöfe abschließend.

DT/Fides