Kohlgraf stellt sein Mainzer Bischofshaus vor

Mainz (DT/KNA) Der künftige Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat seinen Wohn- und Dienstsitz bezogen. Am Donnerstag stellte er Journalisten sein neues Domizil vor. Ausdrücklich erinnerte Kohlgraf an „ein bestimmtes Ereignis vor wenigen Jahren in Limburg“. Er betonte, Einblick geben zu wollen in das Leben eines Bischofs, mit offenen Karten zu spielen, zu zeigen, dass ein Bischof ganz normal wohne. Mit dem Hinweis auf Limburg spielte Kohlgraf an auf die Bau- und Finanzaffäre um den in maßgeblicher Verantwortung des damaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst auf dem Domberg der Lahnstadt errichteten Dienst- und Wohnsitz. Der von Kohlgraf ist das viergeschossige Gebäude Domstraße 12 in unmittelbarer Nähe des Doms. Es hat nach Angaben des Bistums Mainz eine Gesamtfläche von rund 380 Quadratmetern. Im Erdgeschoss und im ersten Stock sind das Büro von Kohlgraf, Büros für seine Mitarbeiterinnen sowie Besprechungsräume, im Dachgeschoss eine Kapelle und zwei Gästezimmer. Kohlgrafs private Drei-Zimmer-Wohnung im zweiten Stock ist mit 100 Quadratmetern nur wenig größer als sein bisheriges 90-Quadratmeter-Domizil. Das Haus wurde wie auch die anderen in der Domstraße Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. Die Häuser sind Eigentum des Mainzer Domkapitels. In ihnen lebten und leben meist Mitglieder der Bistumsleitung und des Domkapitels sowie des Domstifts. Unter anderem war das nunmehrige Haus Kohlgrafs Altersruhesitz von Kardinal Hermann Volk, der von 1961 bis 1982 an der Spitze des Bistums Mainz stand und 1988 starb. Kohlgraf wird am 27. August im Mainzer Dom zum Bischof geweiht.