Köln: Neuprofilierung der „Jugend 2000“

Breite Zielgruppe: Theresianische Familienbewegung „OmniaChristo“

Köln (DT) Die „Jugend 2000 in der Erzdiözese Köln“ erhält einen neuen Namen und erweitert ihre Zielgruppe: Seit Beginn des Jahres heißt die Kölner Jugend 2000: Theresianische Familienbewegung „OmniaChristo“. Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat die Neuprofilierung der bischöflich anerkannten Gruppierung ausdrücklich gebilligt, das Erzbistum Köln einen entsprechenden Statutenentwurf unlängst genehmigt. Das gaben Markus Scheelen, Sprecher der Bewegung, und Pfarrer Klaus-Peter Vosen als Geistlicher Assistent in Köln bekannt.

„Was der Jugend 2000 seit langem wichtig ist, engagiertes, treues Mitleben mit der Kirche, Liebe zu Christus, gerade im eucharistischen Sakrament, das Bewusstsein, als Missionare mit Sorge zu tragen für die Ausbreitung des Reiches Gottes, die hohe Wertschätzung des Familienlebens, auch das Feld, auf dem geistliche Berufungen erblühen können – all das finden wir im Blick auf die großartige geistliche Persönlichkeit der heiligen Theresia von Lisieux wieder“ erläutert Vosen die Umbenennung. Durch Einkehrtage auf den Spuren der normannischen Kirchenlehrerin und durch Pilgerfahrten nach Lisieux sei die Jugend 2000 Köln in eine immer tiefere geistliche Bekanntschaft mit der Heiligen von Lisieux hineingekommen. „Dabei sagt die Umbenennung keinesfalls eine geistliche Verengung aus“, sagt Vosen, „Theresia hat eine ganz weite Spiritualität. Alle die zur katholischen Kirche stehen, haben bei „OmniaChristo“ ihren Platz.“

Warum aber die Ausweitung einer Jugendbewegung zur Familienbewegung? Markus Scheelen unterstreicht: „Diese Erweiterung hat seinen Grund darin, dass wir entdeckt haben, wie viele zuletzt die Tätigkeit der Jugend 2000 mittrugen, die nicht zu ihrer klassischen Klientel, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von etwa 15 bis 35 Jahren, gehörten. Die Theresianische Familienbewegung „OmniaChristo“ verabschiedet sich keinesfalls von der Arbeit für die katholische Jugend. Die Weltjugendtage bleiben ihr wichtig. „Aber sie trägt einem mittlerweile wesentlich verbreiterten Engagement Rechnung.“

Während die Ursprünge der Jugend 2000, die ihre Haltung in der Kurzformel „eucharistisch – marianisch – papsttreu“ fasst – in den Weltjugendttagen mit Johannes Paul II. lagen und sie sich hauptsächlich in der Organisation geistlicher Fahrten zu den Jugendtreffen mit dem Papst engagierte, ist die Bandbreite der Angebote ihrer diözesanen Fortführung „OmniaChristo“ beträchtlich. Zu einer monatlichen eucharistischen Anbetungsstunde „AdOra“ im Dom sind Jung und Alt jeweils am 1. Mittwoch im Monat eingeladen. Darüber hinaus gibt es ein Bildungsforum für Jugendliche und junge Erwachsene „InForo“, die Straßenmission „ChristoVia“, den Kreis „CorDare“ mit spirituell-katechetischem, informativem und geselligem Angebot für junge Ehen und Familien, Aktionen zum Thema Lebensschutz, denen sich die Initiative „TutaVita“ widmet, künftig auch eine Kinderinitiative „Magnifico“ und die Zeitschrift J.A.C.K. – „Jetzt im Aufbruch für Christus und Kirche“.

Die „Gruppe Louis und Zélie Martin“ will vor allem ältere Menschen ansprechen, die durch Gebet und Opfer viele apostolische Initiativen der jüngeren Generation wirksam unterstützen.