Knobloch kritisiert katholische Kirche

Karlsruhe (DT/KNA) Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat die katholische Kirche aufgefordert, sich nicht vom Zweiten Vatikanum als dem „Fundament für Toleranz und für den Dialog mit den anderen Religionen“ abzuwenden. Gleichzeitig kritisierte sie am Sonntag in Karlsruhe Christianisierungsversuche gegenüber Juden. „Hier wünsche ich ein Umdenken gerade von Seiten des Vatikan, dessen Richtungsentscheidungen für mich allmählich unverständliche Züge annehmen.“ Als Beispiele nannte sie die Wiederzulassung der Messe nach dem alten Ritus und die dafür neu formulierte Karfreitagsfürbitte. Kritik übte Knobloch auch an den deutschen Bischöfen wegen deren Erklärung zur Pius-Bruderschaft. Zwar habe sich die Bischofskonferenz deutlich vom Antisemitismus distanziert. „Aber klare Aussagen über konkrete Konsequenzen für die unbelehrbare Pius-Bruderschaft ist sie schuldig geblieben“.