Essen/Köln

Klage gegen Erzbistum vor Gericht

Das Verwaltungsgericht Köln verhandelt an diesem Donnerstag über eine Klage gegen das Erzbistum Köln auf Auskunft über die Finanzanlagen. Angestrengt hatte das Verfahren das Rechercheportal „Correctiv“ nach eigenen Angaben bereits im Jahr 2017. Ziel der Klage sei die Auskunft darüber, in welche Firmen und Anlagen die Erzdiözese investiert, hieß es am Dienstag von der Journalistenvereinigung. Demnach gehe es insbesondere um die Frage, ob Geld der Erzdiözese klimaschädlichen Öl- oder Gasfirmen zugutekommt. Ob in der Verhandlung eine Entscheidung fällt, war zum Redaktionsschluss dieser Zeitung noch offen.

Das Erzbistum Köln wollte sich nicht zur Klage äußern. Zu laufenden Verfahren gebe es kein Kommentar, so ein Sprecher. Das „Correctiv“ hatte in der Klage sein presserechtliches Auskunftsrecht geltend gemacht. Demnach müsse die Kirche ähnlich einer staatlichen Behörde über die Verwendung von Steuergeldern Auskunft erteilen. Die Erzdiözese Köln weist diese Sichtweise unter Verweis auf das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen zurück. Köln ist eine der finanzkräftigsten Diözesen in Deutschland. Der überwiegende Teil der Finanzanlagen in Höhe von rund 2,88 Milliarden Euro besteht laut Finanzbericht 2017 aus Rentenpapieren, Aktien und Immobilienfonds.

DT/KNA