Kirche Sankt Marienthal wieder offen

Ostritz (DT/KNA) Über vier Jahre nach einem verheerenden Neiße-Hochwasser ist die Klosterkirche von Sankt Marienthal bei Ostritz wieder für Besucher offen. In einem Festgottesdienst weihte der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heiner Koch, am Sonntag einen neuen Altar. Das Zisterzienserinnenkloster mit 780-jähriger Tradition stand im August 2010 mehr als zwei Meter im Wasser. Die Schäden beliefen sich auf gut 15 Millionen Euro. Als Denkmal von nationaler Bedeutung erhielt das Kloster umfangreiche Fördermittel von Bund und Land, musste aber auch mehrere Millionen Euro für Sanierung und Restaurierung selbst aufbringen. Bis zum Abschluss der Arbeiten veranschlagen die 16 Ordensfrauen weitere zwei Jahre. Koch dankte allen, die die Arbeiten an der Klosterkirche „finanziell und ideell unterstützt haben“. Der Kirchenraum sei nun „fachkundig für eine würdige Feier des Gottesdienstes neugestaltet“. Das Engagement der Ordensfrauen lobte der Bischof als Beispiel für das ganze Bistum. Sie hätten sich durch das Hochwasser nicht erschüttern lassen, sondern einen „neuen Aufbruch“ gewagt. Zusammen mit den drei weiteren kontemplativen Klöstern im Bistum Dresden-Meißen seien sie von entscheidender Bedeutung für die Weitergabe des Glaubens.