Kinderalm: Schwestern feiern Klosterjubiläum

Salzburg (DT/KAP) Während die meisten heimischen Frauenorden nur wenige Neuzugänge verzeichnen, gibt es doch auch Ausnahmen. Etwa die „Schwestern von Bethlehem“ auf der Kinderalm bei St. Veit in Salzburg, wo derzeit gut 35 meist relativ junge Frauen leben. Die Schwestern feierten vor Kurzem das 30-jährige Bestehen des Klosters „Maria im Paradies“. Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner dankte den Schwestern bei einem Festgottesdienst für ihr Wirken in der Erzdiözese. Die Schwestern führen ein strenges zurückgezogenes Leben. Die meiste Zeit verbringen sie schweigend in ihren Zellen, wo sie beten, die Mahlzeiten einnehmen und arbeiten. Zweimal täglich versammeln sie sich zu Gottesdiensten in der Kirche. Nur der Sonntag wird in Gemeinschaft verbracht. Die Anbetung des Dreifaltigen Gottes steht im Mittelpunkt der Ordensfrauen. Jeder Tag beginnt mit dem ersten Gebet schon um halb vier in der Frühe und endet kurz vor acht Uhr abends. „Hier wird das Gebet in seiner schönsten, tiefsten und zweckfreien Form – als Lobpreis – gepflegt“, erklärte Erzbischof Lackner. Auf Einladung des damaligen Salzburger Erzbischofs Karl Berg kamen 1985 sieben Ordensfrauen auf die in 1 300 Meter Höhe gelegene Kinderalm.