Kenia: Katholischer Priester gesteinigt

Rom (DT/KNA) In der kenianischen Unruheprovinz Rift Valley ist ein katholischer Priester gesteinigt worden. Wie der römische Pressedienst misna am Sonntagabend meldete, war Pater Michael Kamau Ithondeka mit dem Auto auf dem Weg nach Nakuru, als er bei einer Straßensperre von einer Gruppe Jugendlicher der Kalenjin-Volksgruppe angehalten wurde. Dort sei er offenbar aufgrund seiner Zugehörigkeit zum Stamm der Kikuyu auf barbarische Weite getötet worden, berichtete der Pressedienst. Nach Angaben von misna seien zwei weitere Personen im Auto gewesen, die der Priester als Anhalter mitgenommen hatte. Ein Mann sei schwer verletzt am Tatort gefunden worden und liege derzeit im Koma. Eine bislang unbekannte Frau konnte fliehen und alarmierte die Polizei. Seit den Präsidentschaftswahlen Ende Dezember halten in Kenia gewalttätige ethnische Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der Regierung und der Opposition an. Präsident Mwai Kibaki gehört zu der Ethnie Kikuyu, Oppositionsführer Raila Odinga zur Volksgruppe der Kalenjin. In den vergangenen zwei Tagen seien bei diesen Kämpfen achtzig Menschen ums Leben gekommen.