Katholische Marienkirche von Mosul gesprengt

Mosul (DT/Fides) Am Sonntag wurde die vom Dominikanerorden betreutet katholische Marienkirche in der Altstadt von Mosul, die auch wegen ihres berühmten Glockenturms bekannt ist, von einem Sprengsatz verwüstet. Wie das chaldäische Patriarchat berichtet, sollen IS-Kämpfer für die Tat verantwortlich sein, die die Stadt seit dem 9. Juni 2014 belagern. Einheimische Beobachter teilen mit, dass die Umgebung der Kirche zuvor evakuiert wurde, während die Kämpfer des IS die Kirche noch plünderten, bevor der Sprengsatz gezündet wurde. Das chaldäische Patriarchat bedauert in einer Verlautbarung den Anschlag und fordert von der irakischen Führung Maßnahmen mit dem Ziel einer Bekämpfung des Terrorismus. Schwester Luigina Sako, die Oberin der römischen Ordensgemeinschaft der chaldäischen Töchter Mariens, berichtete, vor Prüfungen seien alle Schüler, auch Muslime, zur Lourdes-Grotte in der Kirche gegangen, denn „auch unsere muslimischen Freunden, kannten und ehrten die Kirche als ,Kirche der wundertätigen Madonna‘“.