Katholische Kitas im Osten: 40 Prozent Ungetaufte

Berlin (DT/KNA) Katholische Kindertagesstätten haben auch bei konfessionslosen Ostdeutschen einen guten Ruf. In den 184 Kitas sind 40 Prozent der Kinder ungetauft, wie eine am Donnerstag in Berlin veröffentlichte Studie des Bonifatiuswerks ergab. 45 Prozent der Kinder in den Einrichtungen seien katholisch, und 15 Prozent gehörten einer anderen Konfession oder Religion an. Viele Eltern wählten bewusst eine religiös geprägte Einrichtung, heißt es in der Erhebung des katholischen Hilfswerks über die religionspädagogische Arbeit in den Kitas. Die Studie ergab zugleich, dass die christliche Prägung dieser Kitas immer schwieriger sicherzustellen ist. Derzeit sind 74 Prozent der Erzieherinnen katholisch, 16 Prozent gehören einer anderen christlichen Konfession an, und zehn Prozent sind konfessionslos. Die Kitas berichteten über wachsende Probleme, christlich geprägtes Personal zu finden. Entsprechend wachse der Bedarf an Fortbildungen zu Glaubensthemen. Mehr als drei Viertel der Kitas schätzten ihren Einfluss auf die Entwicklung der benachbarten Kirchengemeinden zugleich als positiv ein.