Katholisch-Orthodoxes Forum hat begonnen

Paris (DT/KAP) Über das Thema Religionsfreiheit und den Beitrag der christlichen Kirchen zur Stärkung der Gesellschaft gegen die Bedrohung durch Terrorismus und Fundamentalismus beraten hochrangige Vertreter der katholischen Bischofskonferenzen und der verschiedenen orthodoxen Kirchen in Europa ab Montag in Paris. Bis 12. Januar findet in der französischen Hauptstadt das fünfte Europäische Katholisch-Orthodoxe Forum statt. Unter Leitung des Budapester Erzbischofs Kardinal Peter Erdö und von Metropolit Gennadios vom Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel nehmen rund 30 Delegierte aus mehr als 20 Ländern teil. Das offizielle Thema der Beratungen lautet „Europa in der Angst vor fundamentalistisch-terroristischer Bedrohung und der Wert der Person und die Religionsfreiheit“. Zur Vertiefung würden die Teilnehmer unter anderem über Schwerpunkte wie „Menschenwürde und Religionsfreiheit“, „religiöse Intoleranz, Diskriminierung und Verfolgung“, „Fundamentalismus und Terrorismus“, „sozialer Zusammenhalt und das Phänomen der Angst“ und den „Einsatz der Kirchen im Umgang mit Konflikten und der Förderung des Gemeinwohls und der Solidarität“ diskutieren, gab der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) im Vorfeld bekannt.

Die Beratungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Donnerstag soll jedoch eine gemeinsame Abschlussbotschaft der Teilnehmer veröffentlicht werden. Für Dienstag ist ein ökumenisches Gebet in der Pariser griechisch-orthodoxen Stephanskathedrale, für Mittwoch eine Vesper in der Kathedrale Notre-Dame geplant. Neben Kardinal Erdö und Metropolit Gennadios, die als Co-Präsidenten des Forums fungieren, nehmen von katholischer Seite auch CCEE-Präsident Angelo Bagnasco und die Erzbischöfe Paolo Pezzi (Moskau) und Tadeusz Kondrusiewicz (Minsk) an dem Forum teil. Der orthodoxen Delegation gehört etwa der russisch-orthodoxe Metropolit Hilarion (Alfejew) von Volokolamsk an.