Kasachstan: Kathedrale in Karaganda geweiht

Astana/Castel Gandolfo (DT/KNA) Im kasachischen Karaganda hat Kardinaldekan Angelo Sodano die größte katholische Kirche Zentralasiens geweiht. Der ranghöchste Kardinal würdigte die Kathedrale am Sonntag als ein Symbol für die neue Religionsfreiheit im mehrheitlich muslimischen Kasachstan. Papst Benedikt XVI. richtete zu dem Anlass eine Grußbotschaft an die Katholiken in Kasachstan. Die 22 Meter hohe Bischofskirche „Unserer lieben Frau von Fatima – Mutter der Nationen“ ist mit rund 1 000 Quadratmetern deutlich größer als die bisherige Kathedrale in Karaganda. Sie bietet 500 Menschen Platz. Die im neugotischen Stil errichtete neue Kathedrale liegt zudem anders als ihre Vorgängerin nahe dem Stadtzentrum. An der Weihe nahmen hohe Vertreter der orthodoxen Kirche und der muslimischen Gemeinde teil. Sodano dankte insbesondere Staatspräsident Nursultan Nasarbajew. Er habe den Bau der Kathedrale sehr gefördert. Nasarbajew hatte Sodano am vergangenen Donnerstag in der kasachischen Hauptstadt Astana empfangen. Dabei lobte er die gute Zusammenarbeit mit dem Vatikan. In Kasachstan, der früheren zweitgrößten Sowjetrepublik, sind etwa 70 Prozent der mehr als 16 Millionen Einwohner Muslime. 26 Prozent bekannten sich bei der Volkszählung 2009 zum Christentum. Der Großteil der gut vier Millionen Christen in Kasachstan gehört der orthodoxen Kirche an. Die Zahl der Katholiken beträgt landesweit rund 150 000. Viele von ihnen gehören der deutschen Minderheit an. Das Bistum Karaganda wurde 1999 gegründet. Es zählt gut 30 000 Mitglieder. Landesweit gibt es laut Präsidentenpalast mehr als hundert katholische Kirchen und Kapellen.