Karmelitisches Leben in der Pfalz

Frauenkloster Hauenstein feiert 50-jähriges Bestehen

Hauenstein (is). Sein 50-jähriges Bestehen feiert in diesem Jahr das Karmelitinnenkloster in Hauenstein. Aus Anlass des Jubiläums hält der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann am Sonntag um 17 Uhr in der Klosterkirche einen Festgottesdienst.

Die „Wiege“ des Pfälzer Karmels stand ursprünglich in Königsbach. In der Gemeinde bei Neustadt wurde am 23. Juli 1947 der St. Josefs-Karmel geweiht. Als Unterkunft diente den Schwestern das obere Stockwerk eines Bauernhauses. Da jedoch immer mehr Frauen um Aufnahme in den Karmel baten, wurde der Wunsch nach einem richtigen Kloster immer brennender. Auf der Suche nach einer neuen Heimat wurden die Ordensfrauen in Hauenstein fündig. Im April 1958 fand die Grundsteinlegung zum Klosterneubau statt, schon ein halbes Jahr später zogen die Schwestern in ihr dortiges Domizil ein.

Die Schwestern sorgen selbst für den Unterhalt des Klosters: Dem Hauensteiner Karmel etwa ist eine Hostienbäckerei angegliedert, in der jährlich fünf Millionen Hostien hergestellt werden. Außerdem verkaufen die Schwestern Karten und Meditationsschriften, verzieren Kerzen, bauen Obst und Gemüse für den Eigenbedarf an.

Die Karmelitinnen plagen keine Nachwuchssorgen. 1986 wurde in Speyer ein weiterer Karmel gebaut, weil Hauenstein nicht mehr alle Interessentinnen aufnehmen konnte. Doch dieses Kloster war ebenfalls bald zu klein. So zogen dreizehn Karmelitinnen aus Speyer im Christus-Jubiläumsjahr 2000 nach Wemding in der Diözese Eichstätt, um dort ein ehemaliges Kapuzinerkloster mit neuem Leben zu erfüllen.