Kardinal warnt, Gläubige zu benachteiligen

Paris (DT/KNA) Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Kardinal Andre Vingt-Trois, hat bei einem Treffen mit Premierminister Francois Fillon vor einer Benachteiligung von Gläubigen gewarnt. Die berechtigte Sorge staatlicher Autoritäten um die Wahrung der Trennung von Staat und Kirche dürfe sich nicht negativ auf Gläubige auswirken, die ihre Religion normal ausüben, unterstrich der Pariser Erzbischof laut französischen Medienberichten vom Mittwoch. Weitere Themen des Treffens waren demnach die Krankenhausseelsorge, die Anerkennung von Hochschulabschlüssen zwischen Frankreich und dem Vatikan, die Erhöhung staatlicher Subventionen für katholische Universitäten sowie die Situation religiöser Minderheiten. Besonders mit Blick auf die Christen im Orient unterstrich Vingt-Trois die Notwendigkeit, Staaten wie Tunesien, Ägypten und möglicherweise auch Syrien während der politischen Übergangsprozesse zu unterstützen, um eine „Irakisierung der Gesellschaft“ zu verhindern.