Käßmann beklagt Christenverfolgung

Dresden (DT/KNA) Die frühere evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann hat die Unterdrückung von Christen weltweit angeprangert. „Menschen riskieren an vielen Orten der Welt ihr Leben, weil sie Jesus von Nazareth nachfolgen“, sagte die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland am Donnerstag beim Evangelischen Kirchentag in Dresden. Sie unterstrich, Christen seien international die am stärksten verfolgte Religionsgruppe. „Sie brauchen unsere Solidarität und Unterstützung.“ Käßmann bezog sich insbesondere auf die schwierige Situation in islamischen Ländern. Zwar hätten in Ägypten die Muslime mit koptischen Christen gemeinsam die politische Freiheit erkämpft, doch inzwischen richte sich die Gewalt wieder gegen Kirchen. Als weitere Beispiele für mangelnde Religionsfreiheit nannte sie Indien, Pakistan und die Türkei. Genauso wie der Islam zu Deutschland gehöre, weil dort Muslime lebten, gehöre das Christentum zur Türkei, weil dort Christen wohnten, sagte Käßmann.