Junge Federn: Gute Musik erfreut Gott

Gute Musik erfreut Gott

„Ein fröhliches Herz macht das Gesicht heiter.“ – diesen Bibelvers (Sprüche 15,13) durfte ich am letzten Februar-Wochenende beim alljährliche Singe- und Instrumentalwettstreit der Katholischen Pfadfinder Europas (KPE) in Neu-Ulm wieder hautnah erleben. Hier treffen große und kleine Pfadfinder sowie Verwandte und Freunde aus ganz Deutschland zusammen und erfreuen sich an mehrstimmigen, oft selbst komponierten Fahrten- und Volksliedern sowie klassischer Musik. Ich durfte schon unzählige Male beim Singewettstreit dabei sein – als Zuschauer und mehrmals als Teilnehmer. Dieses Jahr empfand ich es jedoch als noch besonderer als sonst, vermutlich weil mir Folgendes klar wurde: Warum gibt es diesen Singewettstreit? Nun, das Singen ist wohl eines der Charakteristika der Pfadfinderei. Denn: Singen macht ein fröhliches, unbeschwertes Herz und ist Ausdruck der Seele. In der richtigen Gesinnung ist es auch immer Lobgesang für unseren Herrn. Ich bin mir sicher, dass sich Gott über gute Musik, die wir Ihm zu Ehre machen, sehr freut. Es gefällt Ihm, weil wir Ihm damit lobsingen. Es erfreut Ihn aber auch deswegen, weil wir durch schöne Musik näher zu Ihm gelangen können, der die vollkommene Schönheit und Ursprung alles Schönen ist. Natürlich ist die irdische Schönheit nichts im Vergleich zu dem, was uns einmal im Himmel erwartet, aber es ist eine Spur, die zu unserem Vater führt. Gleichsam ein Pfad, auf dem wir Ihn ein Stückchen mehr kennenlernen können und so unsere persönliche Beziehung zu Ihm reifen kann. Gerade in der heutigen Welt, in der wir im Alltag viel hässlichen Lärm um uns herum haben, gilt es mehr denn je, mich selbst immer wieder zu orientieren, welche Musik Schönheit verkörpert und meine Beziehung zu Gott fördert. Gleichzeitig ist es wichtig, Kindern und Jugendlichen eine Möglichkeit einzuräumen, wo sie sich selbst kreativ mit Stil und Schönheit befassen können.

Einen Raum, wo sie sich ausprobieren können und Freude dabei haben. Damit sind wir wieder beim vergangenen Singewettstreit, bei dessen Gründung genau das ein Grundanliegen war. Als ich mich nun im gesamten Saal mit den etwa 900 Leuten umsah, verstand ich: Die Fröhlichkeit der Herzen kam hier nicht nur in den schwungvollen Liedern zum Ausdruck, sondern auch in den vielen heiteren Gesichtern. Und während ich so den verschiedenen Gruppen lauschte, spürte ich, dass Gott mitten unter uns weilte, sich freute und lächelte.

Die Autorin, 25, studiert Lehramt für Sonderpädagogik in München und engagiert sich für die KPE