Junge Federn: Fit für die Ehe

Der Ehevorbereitungskurs „Fit für Ehe“ richtet das Augenmerk auf das einzig wichtige Ereignis an unserem Hochzeitstag: die Eheschließung vor Gottes Angesicht.

„Ehe ist nicht das größte Glück. Ehe ist die größte Erfüllung“ – dieser Satz ist uns besonders im Gedächtnis geblieben. Während man viele Monate intensiv in den Hochzeitsvorbereitungen steckt, sieht man oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr – es gilt schier unendliche To-Do-Listen abzuhaken: die Location, die Dekoration, ein Fotograf, das Menü, die Kirche, das Kleid, der Anzug, der Friseur, das Make-Up, die Einladungen, die Musik, die Sitzordnung...

Der Ehevorbereitungskurs „Fit für Ehe“, den wir im Sankt Pantaleon in Köln besucht haben, hat uns aus dem „Planungswahnsinn“ herausgeholt und unser Augenmerk auf das einzige wichtige Ereignis an unserem Hochzeitstag gerichtet: unsere Eheschließung vor Gottes Angesicht. Unser Ja für immer, unser Ja vor Gott und unser Ja zu Gott. Wir wollen Gott nicht nur hin und wieder als Gast einladen oder nur einmal die Woche in der Kirche besuchen, wir wollen ihn allein zu unserem Fundament in der Ehe machen. Mit Gott als Kompass werden wir uns niemals verlieren, davon sind wir fest überzeugt. Insgesamt dürften wir bei sechs Treffen mit etwa 15 anderen Paaren viele schöne Stunden verbringen. Die Atmosphäre ist jung, dynamisch und herzlich. Die Sehnsucht und das Interesse, das Projekt Ehe „richtig“ anzupacken, ist deutlich spürbar. Die Scheidungsrate in Deutschland ist erschreckend hoch, rein weltliche Lösungen scheinen einfach nicht genug zu sein. Die Kirche bietet eine andere, tiefe Vision der Liebe. Geleitet wird der Kurs von einem engagierten Ehepaar. Man spürt, dass die beiden mit Herz und Seele dabei sind.

"Die Vorträge und Lebenszeugnisse
der Referenten sind inspirierend
und machen Hoffnung"

Für jedes Treffen sind zudem externe Referenten eingeladen, die sich als „Spezialisten“ auf bestimmten Gebieten verstehen. Wir werden durch verschiedene Themen gelotst und eingewiesen, von der Kommunikation in der Ehe (wie können wir beispielsweise Gespräche ausschließlich über Alltäglichkeiten und Organisatorisches vermeiden und häufiger Werte, Wünsche und persönliche Meinungen kommunizieren?), über den Plan Gottes für Ehe und Familie (welchen Platz soll Gott in unserem zukünftigen Leben haben?), bis hin zur Bedeutung der Herkunftsfamilie (wie waren zum Beispiel die verschiedenen Aufgabenbereiche des gemeinsamen Lebens in unseren Herkunftsfamilien aufgeteilt und wie soll das zukünftig bei uns sein?). Die Vorträge und Lebenszeugnisse der Referenten sind inspirierend und machen Hoffnung. Es gibt einen angenehmen Wechsel zwischen dem Input der Kursleiter und privaten Gesprächen, in denen wir in einer intimen Atmosphäre das Gehörte zusammen besprechen und unsere Erwartungen und Ansichten diskutieren können. Wir fühlen uns durch „Fit für Ehe“ sehr bereichert und haben einige neue „Werkzeuge“ an die Hand bekommen, von denen wir in Zukunft sicherlich Gebrauch machen werden. Wir hoffen, dass wir auch bald lebendiges Zeugnis für eine erfüllte Ehe sein werden!

Die Autorin, 27, studiert Theologie in München