Jahr des geweihten lebens

Jahr des geweihten lebens

Pater Antonio Sagardoy OCD (Foto: IN) war mehrmals Prior und Provinzial der Unbeschuhten Karmeliten in Österreich. Seit September 2012 wirkt er als Bischofsvikar für Orden in Gurk-Klagenfurt.

Ein Leben nach den evangelischen Räten steht für ...

eine hervorragende (nicht die einzige) Form, das christliche Leben zu verwirklichen.

In der Heiligen Schrift finde ich ...

Trost, Korrektur, Ansporn, Bestätigung, Herausforderung, Nahrung…

Am geweihten Leben fasziniert mich ...

zu wissen, dass Gott nicht vollkommene, sondern im Herzen bewegliche und auf Sein Wort hörende Menschen sucht.

Unsere Gründerin hat überzeugend vorgelebt, ...

dass Gott nicht mag, dass wir Seinem Wirken Grenzen setzen, sondern uns immer von Ihm bewegen lassen.

Der Kirche dienen bedeutet ...

für mich: offen zu sein für die Zeichen der Zeit und voll Freude jene Schritte zu setzen, die mir in der jeweiligen Situation möglich sind.

Freiheit bedeutet in einer Gemeinschaft, ...

offene Augen zu haben, um die Einmaligkeit eines jeden Mitglieds als Geschenk Gottes zu sehen.

Kleiner werdende Kommunitäten ...

können ein Segen und eine große Herausforderung sein. Sie zeigen, dass jedes Mitglied mit seinen Mängeln und seinen Fähigkeiten wesentlich zur Gemeinschaft gehört.

Ein Vorurteil über Ordensleute/Mitglieder von Säkularinstituten/geweihte Jungfrauen, das abgebaut werden sollte:

Wir sind keine lebensuntüchtigen Junggesellen, sondern von Gott ergriffene Christen.

Geistliche Berufe haben Zukunft, ...

wenn die charismatische Sendung einer jeden Ordensgemeinschaft uns von den Menschen nicht abkapselt, sondern zu den Menschen führt.

Das „Jahr des geweihten Lebens“ wird ein Segen, ...

wenn wir Ordenspersonen den Mut haben, bei uns selbst zu beginnen, in der Gewissheit, dass wir das Fundament für die Nachkommenden sind.