Ja zur Kommunion für Wiederverheiratete

Rom (gho) Die katholische Bischofskonferenz auf den Philippinen hat in einer Erklärung ihres Vorsitzenden, Erzbischof Socrates Buenaventura Villegas von Lingayen-Dagupan, vom vergangenen 9. April zu dem nachsynodalen Schreiben „Amoris laetitiae“ auch die Kommunion im Einzelfall zu den Mitteln gezählt, mit denen die Kirche Personen in irregulären Beziehungen zur Seite stehen kann. Wenn der Papst „um mehr Gastfreundschaft, ein Willkommen, Freundschaft, sogar die Kommunion und Solidarität mit geschiedenen und getrennten Paaren und mit Personen in irregulären Beziehungen bittet“, heißt es in der Erklärung der philippinischen Bischöfe, „möchte er keineswegs billigen, was falsch oder schlecht, sündhaft sein mag. Er bittet uns, so zu sein wie der barmherzige Erlöser, der den Sündern sagte: ,Auch ich will dich nicht verurteilen'.“ Es sei die Sorge des Papstes, so die Bischöfe, dass die Pastoral einer von vielen Formen der Grausamkeit und Herzlosigkeit ermüdeten Welt die Barmherzigkeit Gottes zeige. „Barmherzigkeit übersieht die Sünde nicht, aber schaut liebevoll auf den Sünder, betet für ihn, hilft ihm, umarmt ihn, damit er die Sünde verlässt“, schreibt der Vorsitzende der philippinischen Bischöfe. „Barmherzigkeit kann nicht warten. Barmherzigkeit sollte nicht warten.“ Es sei die „Freude der Liebe“, die die Pfarreien und die Kirche des Landes insgesamt auszeichnen sollten, nicht Geld oder Strukturen, so Erzbischof Villegas abschließend.