Italien: Richtlinien für Umgang mit Orthodoxen

Rom (DT/KNA) Die Italienische Bischofskonferenz hat Richtlinien zum Umgang mit orthodoxen Christen in der Gemeindeseelsorge veröffentlicht. Hintergrund ist die durch osteuropäische Zuwanderer in den vergangenen Jahren stark gestiegene Zahl orthodoxer Christen in Italien. Nach Angaben der Bischofskonferenz leben gegenwärtig schätzungsweise 1,1 Millionen Angehörige dieser Kirchen im Land. In dem 24-seitigen Dokument wird u.a. eine gemeinsame Eucharistiefeier von katholischen und orthodoxen Priestern untersagt. „In Einzelfällen“ und „unter bestimmten Bedingungen“ sei jedoch die Kommunionspendung an orthodoxe Christen kirchenrechtlich erlaubt. Ausführliche Vorgaben enthält das Papier ferner für gemischtkonfessionelle Ehen. Demnach wird etwa eine Ehescheidung durch orthodoxe Kirchenbehörden von katholischer Seite nicht anerkannt. Maßgeblich sei allein die Nichtigkeitserklärung eines katholischen Kirchengerichts, heißt es in den Leitlinien.