Würzburg

Internationale Pro Life Tour

Wir wollen, dass Abtreibung der Vergangenheit angehört.“ Das ist die gemeinsame Vision der vielen Jugendlichen, die vom 27. Juli bis zum 18. August auf der diesjährigen Pro Life Tour unterwegs sind. Organisiert von den österreichischen und deutschen Gruppen der „Jugend für das Leben“ sowie erstmals der „Bewegung für das Leben Südtirol“ werden hunderte Jugendliche und junge Erwachsene von Augsburg über Innsbruck nach Bozen wandern, um ein Zeichen für das Leben zu setzen. „Durch die Pro Life Tour ist es uns möglich, eine große Zahl von Menschen zu erreichen und mit ihnen über die Themen Schwangerschaft und Abtreibung ins Gespräch zu kommen. Die Pro Life Tour soll aber auch die jugendlichen Teilnehmer motivieren, das ganze Jahr aktiv in der Pro-Life-Bewegung mitzuwirken“, so Manuela Steiner, eine 26-jährige Österreicherin, die die Veranstaltung koordiniert.

Die Tour beginnt mit einer öffentlichen Kundgebung am 27. Juli von 17 bis 19 Uhr am Martin-Luther-Platz in Augsburg. Als Redner werden dort unter anderem Christiane Lambrecht (CDL Bayern), Holm Schneider (ALfA Vorstand) und der durch seinen Autismus bekannte Autor Raphael Müller erwartet. Zu Fuß machen sich die Teilnehmer dann auf den über 300 Kilometer langen Weg in Richtung Südtirol. Vortragsabende, Informationsstände in den Stationsorten, aber auch Aktionen wie Freibadbesuche rahmen die Wanderung ein. „Der Fokus unserer Botschaft sollte nicht so sehr auf dem Gräuel der Abtreibung, sondern auf der Schönheit des Lebens liegen“, fasst Steiner die Grundhaltung der beteiligten Lebensschützer zusammen. Das gilt auch für die zu erwartenden Begegnungen mit Menschen, die konkret vom Thema Abtreibung betroffen sind: „Uns geht es bei dieser Aktion nicht darum, jemanden zu verurteilen, im Gegenteil. Viele von den Teilnehmern kennen betroffene Frauen und Männer persönlich – wir wissen, dass sich viele nicht trauen, offen über Probleme und Schuldgefühle nach einer Abtreibung zu sprechen. Wir möchten mitarbeiten an einer Gesellschaft, in der auch diese Betroffenen offen über ihre Gefühle sprechen können.“

Unterstützt wird die Aktion nicht nur privat, sondern auch von Politikern sowie Vertretern der evangelischen und katholischen Kirche, auch von Papst Franziskus, der 2017 ein Grußwort sandte. „Natürlich gibt es auch Kritik. Kaum ein anderes Thema polarisiert so sehr wie der Lebensschutz. Und als Österreicherin darf ich sagen: in Deutschland ist der Gegenwind stärker als bei uns. Letztes Jahr gab es eine Gegendemonstration während einer Veranstaltung in München. Wir bemühten uns um eine friedliche und freundliche Stimmung, wollten der anderen Partei aber nicht das Feld überlassen. Das ist uns gelungen. Es gab dann auch kritische, aber sehr interessante Gespräche mit ihnen“, so Steiner. Insgesamt sieht sie die Entwicklungen im Lebensschutz-Engagement jedoch positiv: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. In den letzten Jahren hat sich viel getan – nicht nur in Europa, sondern vor allem in den USA. Man spürt einen frischen Wind in der Bewegung. Besonders wichtig wird zukünftig die Zusammenarbeit sein – so wie es uns bei der Pro Life Tour gelungen ist.“

Informationen zur Aktion findet man online unter www.prolifetour.org. Auch in sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Twitter ist die Initiative aktiv und freut sich über Follower und Unterstützer.

DT/sm