Immer mehr Vandalismus am Kölner Dom

Düsseldorf (DT/KNA) Der Kölner Dom wird immer häufiger Ziel blinder Zerstörungswut. Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner überlege jetzt, die Portale einzäunen zu lassen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ am Wochenende auf ihrer Internetseite. Bis zu 60 000 Euro Schaden entstehe der Dombauhütte Jahr für Jahr durch Vandalismus. „Die Situation wird immer schlimmer“, zitiert die Zeitung die Dombaumeisterin. Nachts kletterten Menschen an der Fassade des Doms empor, schlügen mit Flaschen große Stücke aus dem Mauerwerk und den Figuren und nähmen die Steine mit nach Hause. Außerdem werde Graffiti gesprüht. Vor allem die Westfassade – mit über 7 000 Quadratmetern Fläche die größte Kirchenfassade der Welt – sei betroffen. Die „Mauerspechte“ gingen dabei so aggressiv ans Werk, dass keineswegs von Kunstdieben auszugehen sei, ist Schock-Werner überzeugt: „Es ist ja nicht so, dass dort komplette Figuren gestohlen werden. Mit diesen Bruchstücken kann niemand etwas anfangen.“ Die Dombauhütte will nun laut Zeitung alle Schäden dokumentieren und eine Liste an die Kölner Polizei übergeben. „So kann es schließlich nicht weitergehen“, macht die Dombaumeisterin deutlich. Überlegungen, die Portale einzuzäunen, sind nicht neu und werden bereits am Südportal umgesetzt.