Im Fokus: Der Priester

Christian Hennecke (Weihejahrgang 1986) ist seit Juli 2006 Regens des Hildesheimer Priesterseminars. Zuvor wirkte der Geistliche mehrere Jahre als Pfarrer der Hildesheimer Pfarreien Liebfrauen, St. Georg und St. Joseph. Weltkirche erlebte er während seiner Studienzeit in Rom und empfiehlt Kaplänen, die Aufbrüche der Weltkirche wahrzunehmen und von ihnen zu lernen.

Der Gedanke an meine Priesterweihe

ist mir sehr präsent; ich habe gespürt und spüre, wie Gott mich mir „enteignet“ hat, denn ich gehöre ihm ja schon durch die Taufe – aber in und durch die Weihe handelt Er, indem er mich ganz und gar für sein Wort, für sein Leiten, für Sein Opfer beansprucht.

Erfolg hat das Priesterjahr, wenn

die Bischöfe mit ihren Priestern und die Priester untereinander in einen fruchtbaren Dialog über die Bedeutung des Priesters, sein Leben und seinen Dienst kommen.

Vorbildlicher „alter Christus“ ist, wer

sich verwandeln lässt vom gekreuzigten und auferstandenen Herrn und sein Handeln von seiner Liebe zu jedem Menschen prägen lässt.

Die ordentliche Seelsorge wird in Zukunft

stärker als bisher den Dienst der Verkündigung verstehen als einen Dienst am Wort Gottes, das Christwerden ermöglicht, die Vision des Reiches Gottes lebendig hält und Menschen befähigt, aus der Gemeinschaft des Wortes ihr Leben zu leben; stärker als bisher den Dienst der Einheit als Dienst an der weiten katholischen Kirchlichkeit einerseits und als Dienst an der charismatischen Vielfalt des Leibes Christi andererseits gestalten; stärker als bisher den Dienst an der Eucharistie verstehen als Mystagogie und Hinführung in die Begegnung mit dem österlichen Herrn und zugleich als Ermöglichung eucharistischer Lebensweise.

Marienverehrung ist

die liebende Zuwendung zur Mutter des Herrn, die uns selbst zu einer anderen Maria umgestalten will.

Das Schöne am Zölibat

ist das Geschenk einer Berufung zur Ganzhingabe und der Herausforderung, mit seinem Leben in diese Berufung hineinzuwachsen.

Der Teufel steckt

dort, wo man ihn nicht vermutet.

Kaplänen empfehle ich

die Aufbrüche der Weltkirche wahrzunehmen und von ihr zu lernen.

Dankbar bin ich dem Heiligen Vater für

sein Mühen um die Einheit der Kirche und seine Offenheit für die Charismen, die Gott seiner Kirche schenkt.

Im Alter

möchte ich weiter gemeinsam mit anderen Gott entgegengehen.