Ikonen-Museum wiedereröffnet

Recklinghausen (DT/KNA) Nach eineinhalbjähriger Umbauphase hat das Ikonen-Museum Recklinghausen am Samstag wieder seine Pforten geöffnet. In dem klassizistischen Haus mit neuem Anbau werden gut 3 000 russische, griechische, rumänische und koptische Werke aus dem 13. bis 20. Jahrhundert präsentiert, wie die Ausstellungsmacher am Freitag mitteilten. Das Museum mit zwei neuen Räumen für Wechselausstellungen umfasse die bedeutendste Sammlung ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder. Ikonen sind eng mit der Ostkirche verbundene religiöse Kultbilder, die Jesus, die Muttergottes oder Heilige zeigen. Zur Wiedereröffnung startet die Sonderausstellung „Gold und Blei. Byzantinische Kostbarkeiten aus dem Münsterland“. Bis 21. Oktober sind rund 80 byzantinische Objekte zu sehen, die aus dem Ikonen-Museum, dem Archäologischen Museum der Universität Münster und aus Privatsammlungen stammen. Präsentiert werden überwiegend kleinformatige Kostbarkeiten wie Münzen, Kreuze, Siegel und Öllampen für den liturgischen und täglichen Gebrauch. Das Ikonen-Museum wurde 1956 in der 1795 erbauten ehemaligen Turmschule gegenüber der Propsteikirche Sankt Peter in der Altstadt von Recklinghausen gegründet. Zum Grundstock zählten 73 Ikonen, die aus Privatbesitz stammen.