„Ich bitte um Vergebung“

Die Erklärung von Bischof Williamson im Wortlaut

Im Folgenden dokumentieren wir die deutsche Übersetzung des von der Päpstlichen Kommission „Ecclesia Dei“ überlassenen englischen Originals:

Erklärung

Der Heilige Vater und mein Oberer, Bischof Bernard Fellay, haben darum gebeten, dass ich die Bemerkungen, die ich gegenüber dem schwedischen Fernsehen vor vier Monaten gemacht habe, neu überdenke, da deren Folgen so schwerwiegend gewesen sind.

In Anbetracht dieser Folgen kann ich wahrheitsgemäß sagen, dass es mir leid tut, diese Bemerkungen gemacht zu haben, und dass ich sie nicht gemacht hätte, wenn ich im Vorhinein um das volle Ausmaß an Schaden und Schmerz gewusst hätte, die diese verursachen würden, besonders der Kirche, aber ebenso den Überlebenden und den Verwandten der Opfer des Unrechts im Dritten Reich. Im schwedischen Fernsehen habe ich nur die Meinung („Ich glaube“, „Ich glaube“) eines Nicht-Historikers geäußert, eine Meinung, die sich vor 20 Jahren auf der Grundlage von damals verfügbaren ersichtlichen Nachweisen herausgebildet hat und seitdem selten in der Öffentlichkeit geäußert wurde. Dennoch haben mich die Ereignisse der letzten Wochen und der Rat ranghoher Mitglieder der Bruderschaft des hl. Pius X. von meiner Verantwortung für das verursachte Leid überzeugt. Ich bitte alle Menschen, die sich aufgrund meiner Worte aufrichtig entrüsteten, vor Gott um Vergebung.

Wie der Heilige Vater sagte: Jeder Akt ungerechter Gewalt gegen einen einzigen Menschen verletzt die gesamte Menschheit.

+Richard Williamson,

London, 26. Februar 2009.