Hofmann: „Amoris laetitia“ ist nützlich

Würzburg (DT/KNA) Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat das nachsynodale Apostolische Schreiben „Amoris laetitia“ von Papst Franziskus als pastoral und theologisch nützlich bezeichnet. Der vom Kirchenoberhaupt angeregte Dreiklang von „Begleiten, Unterscheiden und Eingliedern“ solle künftig das Handeln in der Ehe- und Familienpastoral bestimmen, erklärte Hofmann am Wochenende in Würzburg bei der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum. Zusammen mit dem Wort der Deutschen Bischofskonferenz ergäben sich vier Säulen als Konsequenz, führte der Bischof weiter aus. So müsse die Ehevorbereitung intensiviert werden. Auch gelte es, die Bemühungen um die Ehebegleitung zu verstärken. „Eheleute und Familien, insbesondere auch in konfessionsverbindenden Ehen, sollen in der Kirche Angebote für ihre Lebenssituation finden.“ Zugleich sollten die Familien als Lernorte des Glaubens unterstützt und in dieser oft schwierigen Aufgabe gestärkt werden, sagte Hofmann. Die Zerbrechlichkeit von Ehe und Familie verlange ein besonders sensibles Verhalten, gerade bei Krisen, betonte der Bischof. Katholiken, die nach einer Scheidung zivilrechtlich wieder geheiratet haben, seien „zuallererst einmal eingeladen, in der Kirche vor Ort ihren Platz zu finden, sich am Pfarreileben zu beteiligen und lebendige Glieder der Gemeinden zu sein“. Die Gemeinden seien aufgefordert, eine offene Atmosphäre und Wertschätzung für Menschen zu bieten, die eine solche Lebensphase durchlebten: „Pauschale Verurteilungen sind nicht angebracht, da die von der Trennung betroffenen Familien oft auch selbst unter dieser Situation leiden.“