Helfer im Hintergrund

1 500 Katholische Pfadfinder sind als „Volunteers“ in Krakau. Von Stefan Matthaei

Gut 1,5 Millionen Pilger werden diese Woche in Krakau erwartet. Knapp 20 000 „Volunteers“ sind im Einsatz. Die Helfer – erkennbar an den blauen T-Shirts mit einem großen V – kommen nicht nur aus Polen. Der europäische Pfadfinderdachverband International Union of the Guides and Scouts of Europe (UIGSE) stellt mit gut 1 500 Freiwilligen aus ganz Europa einen beachtlichen Teil der Helfer. Untergebracht sind sie in einer kleinen Zeltstadt im Bednarski Park nahe dem Zentrum in Krakau. Getreu ihren Wahlsprüchen „Jeden Tag eine gute Tat“ und „Ich diene“ tragen sie zum Gelingen des Weltjugendtags bei. Es soll ein Dienst an Gott und dem Nächsten sein.

So sieht es auch Johanna, eine von vielen Pfadfinderinnen, die sich als freiwillige Helferin einbringt und fügt hinzu: „Die Gemeinschaft mit meinen Freunden und die Gemeinschaft mit Jesus geben mir Kraft, diesen Dienst zu tun. Wir unterstützen uns gegenseitig in unserem Glauben.“

Eine Unterstützung, die die Pfadfinder bei ihrem Dienst gut gebrauchen können, denn insgesamt wollen sie über 40 000 Helferstunden leisten, sagt Marcin Kuczaj Chefkoordinator des Pfadfinderhilfseinsatzes. Gleichzeitig freut er sich über die gute Atmosphäre, die unter den Pfadfindern herrscht: „Es ist die Bereitschaft da, zusätzliche Dienste anzunehmen.“

Dieser Großeinsatz bleibt nicht unbemerkt. Zur Freude der Pfadfinder besuchte ein polnischer Bischof die Eröffnungsfeier des Lagers. Auch dem Erzbischof von Luxemburg, der mit mehreren Helfern angereist war, ließ sich sehen. Gut, dass es so viel Hilfsbereitschaft unter jungen Leuten gibt, denn ohne ihren Einsatz wäre der Weltjugendtag kaum vorstellbar.