Heinrich Bedford-Strohm

Heinrich Bedford-Strohm

Der in einem evangelischen Pfarrhaus in Bayern großgewordene Doktor Heinrich Bedford-Strohm verfügt nicht nur über eine solide Bildung sondern auch über einen ebensolchen Familienhintergrund.

Seit 35 Jahren ist er mit einer amerikanischen Psychotherapeutin verheiratet und Vater von drei Söhnen geworden. Bevor Bedford-Strohm bayrischer Landesbischof (2011) und Chef des Rates der EKD (2014) wurde, wirkte er als Vikar, Pfarrer und ab 2004 als Professor für Systematische Theologie (Sozialethik).

Der realitätsferne Landesbischof

Im Vergleich zu seinen Amtsvorgängern (Nikolaus Schneider, Margot Käßmann) versprachen sein Werdegang und seine Herkunft eine theologische, ethische und intellektuelle Verbesserung der Repräsentanz der evangelischen Landeskirchen (EKD) und der ökumenischen Beziehungen.

Einen Eklat löste Bedford-Strohm im Oktober 2016 aus, als er zusammen mit Reinhard Kardinal Marx Jerusalem besuchte und sowohl auf dem islamischen Tempelberg wie an der jüdischen Klagemauer aus vermeintlicher interreligiöser Rücksichtnahme sein Brustkreuz ablegte.

An gemeinsamer Front marschierten Marx und Bedford-Strohm auch als Unterstützer für NGO's, die als sogenannte Seenotretter im Mittelmeer wirken. In „Tichys Einblick“ wurde dem EKD-Chef kürzlich „ganz schwere charakterliche Seenot“ vorgehalten; er habe die Zahl der nachweislich gesunkenen Zahlen der ertrunkenen Migranten eigenmächtig nach oben korrigiert.

Das naive Wunschbild von Heinrich Bedford-Strohm

In der „Bild“-Zeitung vom Montag verkündete der Theologe ein geradezu naives Wunschbild von Ökumene: „Die katholische Kirche muss genauso evangelisch werden, wie die evangelische Kirche katholisch werden muss. Denn evangelisch heißt, sich am Evangelium zu orientieren, und katholisch bedeutet die eine und universale Kirche“, erklärte Bedford-Strohm.

Offenbar war es dem Theologen entgangen, dass sich die „Evangelischen“ mit geradezu rasender Geschwindigkeit vom Evangelium entfernen und sich dem Zeitgeist anbiedern. Beim „Evangelischen Kirchentag“ in dieser Woche wird alle Welt wieder erfahren, dass in der evangelischen Kirchlichkeit inzwischen fast alles erlaubt und möglich ist. In der Wochenzeitung „Die Zeit“ forderte der evangelische Landesbischof Bayerns jüngst nach der „Ehe für alle“ nun auch das „Abendmahl für alle“.

Beide Forderungen widersprechen in gravierender Weise dem biblischen Inhalt wie dem Evangelium Christi, was aber Bedford-Strohm nicht zu stören scheint.